Madeira ist eine portugiesische Insel im Atlantik, etwa 700 km vor der Küste Afrikas. Die Insel ist nur 57 km lang und 22 km breit, und doch erreicht ihr höchster Gipfel, der Pico Ruivo, 1862 m über dem Meer. Durch solche Höhenunterschiede findest du auf einer einzigen Insel Bergkämme über den Wolken, subtropische Lorbeerwälder (UNESCO), Hunderte Kilometer Levadas (historische Bewässerungskanäle mit Wanderwegen daneben), dazu Klippen, Naturpools und malerische Fischerdörfer. Unten findest du 20 Orte, die ich für ein Muss halte, mit aktuellen Preisen, Entfernungen und praktischen Tipps.
Zum ersten Mal bin ich im November 2023 nach Madeira geflogen. Eher zufällig, für eine Woche. Seitdem komme ich regelmäßig wieder, allein im Monte Palace war ich schon mindestens sechsmal. Grün, schroff, stellenweise wild – und erstaunlich ordentlich. Morgens stehst du über den Wolken, ein paar Stunden später trinkst du Poncha mit Blick aufs Meer. Hier sind 20 Orte, die ich für ein Muss halte.
Noch kein Plan für den Tag? Bootstouren zur Delfinbeobachtung, Jeep-Touren und Sonnenaufgang auf dem Pico do Arieiro, viele mit Abholung vom Hotel. Vergleiche Angebote und Bewertungen auf GetYourGuide.
Madeira Sehenswürdigkeiten: was du auf der Insel des ewigen Frühlings sehen solltest
Madeira hat viel zu bieten: von spektakulären Aussichtspunkten und Wasserfällen über die berühmten Levadas bis zu charmanten Städtchen und botanischen Gärten. Hier eine Liste von Orten, die in deinen Reiseplan gehören.
- Cabo Girão – eine Aussichtsplattform mit Glasboden über einer der höchsten Klippen Europas.
- Funchal – die Hauptstadt mit der Markthalle Mercado dos Lavradores, Gärten und historischen Sehenswürdigkeiten.
- Levadas – ein Netz von Bewässerungskanälen mit vielen Wanderrouten (z. B. Levada do Caldeirão Verde, Levada do Rei).
- Pico do Arieiro – Sonnenaufgang und Bergwege, die ihn mit dem Pico Ruivo verbinden.
- Porto Moniz – natürliche Lavapools, perfekt zum Baden.
- Curral das Freiras – ein malerisches Tal, umringt von Gipfeln.
- Jardim Botânico und Monte Palace – Gärten mit Pflanzensammlungen und Panoramablick.
Und das ist erst der Anfang! Schau dir die Karte mit den 20 wichtigsten Sehenswürdigkeiten Madeiras an und lies unten mehr zu jeder davon.
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Karte: 20 Sehenswürdigkeiten auf Madeira
1. Pico Ruivo – der höchste Gipfel Madeiras
Der Pico Ruivo (1862 m über dem Meer) ist die absolute Nummer eins unter Madeiras Bergen. Bei gutem Wetter stehst du über den Wolken und siehst die Insel aus einer Perspektive, die dein Gefühl für Größenverhältnisse völlig verändert.
Warum hin: Das ist Madeira in Reinform: Weite, Stille, Höhe und das Gefühl, dass die Welt kurz stehen bleibt. Technisch ist der Weg nicht schwierig, und er lohnt sich enorm.
Anfahrt: Am einfachsten mit dem Auto nach Achada do Teixeira, von wo ein kurzer Weg zum Gipfel führt (etwa 2,8 km, 1,5 h einfach). Ab Funchal sind es etwa 49 km und rund eine Stunde Fahrt über Santana.
Die Alternative ist die berühmte Tour PR1 ab dem Pico do Arieiro (6,1 km, 3–4 h): deutlich anspruchsvoller, aber spektakulär. Seit dem 1. Mai 2026 ist der Weg wieder komplett offen, Details unten.
Kosten: Online-Buchung Pflicht, 4,50 € pro Person.
Zeit: Mindestens 4–5 h (inklusive An- und Rückfahrt). Prüf die Wettervorhersage, Wolken können dir den ganzen Besuch verderben. Nimm eine winddichte Jacke, Wasser und gute Schuhe mit.

2. Pico do Arieiro – Aussicht ohne lange Wanderung
Der Pico do Arieiro (1818 m über dem Meer) ist einer der wenigen Gipfel, auf die du hinauffahren kannst. Der Sonnenaufgang hier ist ein Madeira-Klassiker: Wolkenmeer, Bergkämme und die ersten Sonnenstrahlen ergeben Fotos wie aus National Geographic.
12. März 2025. Der Kleinbus der Tour holt mich noch in der Nacht in Funchal ab, vor Sonnenaufgang. In Funchal sind es 14–15 °C, also fahre ich in einer leichten Jacke los. Oben: −1 °C, Wind, die ersten Schneeflocken, und unter meinen Füßen ein Wolkenmeer. Kurz darauf wurde der Wanderweg gesperrt. Gegen zehn war ich zurück bei meiner Hündin Tesla, durchgefroren und glücklich. Die Moral? Pack eine Schicht mehr ein, als dir die Vernunft rät.
Anfahrt: Ab Funchal sind es etwa 18 km und 30–45 Minuten Fahrt auf einer kurvigen Bergstraße. Das Parken am Aussichtspunkt kostet seit dem 28. Oktober 2024 Geld: 4 €/h (die ersten 30 min gratis, max. 20 € am Tag), die unteren Parkplätze kosten 2 €/h (max. 5 €). Zum Sonnenaufgang (der besten Zeit) sind die Plätze vor 6:00 Uhr weg, sei mindestens 30–40 Minuten vor Sonnenaufgang da.
Kosten: Aussichtsterrasse: kostenlos. Weg PR1: 4,50 € bis Pedra Rija und zurück oder 10,50 € für den ganzen Weg zum Pico Ruivo (online über SIMplifica buchen).
Zeit: Für Terrasse und Fotos reichen 30–40 Minuten. Oben gibt es eine Bar bzw. ein Restaurant.






1: Sonnenaufgang auf dem Pico do Arieiro. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025, 2: Sonnenaufgang auf dem Pico do Arieiro. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025, 3: Sonnenaufgang auf dem Pico do Arieiro. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025, 4: Sonnenaufgang auf dem Pico do Arieiro. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025, 5: Sonnenaufgang auf dem Pico do Arieiro. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025, 6: Sonnenaufgang auf dem Pico do Arieiro. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025
3. Ponta de São Lourenço – das raue, windige Madeira
Die Halbinsel im Osten zeigt eine ganz andere Seite der Insel: trocken, felsig, voller Kontraste. Statt grüner Wälder scharfkantige Vulkanfelsen, gelbe Gräser und ein türkiser Ozean. Die ungewöhnlichste, fast ein bisschen unheimliche Landschaft Madeiras.
Warum hin? Hier siehst du am besten, dass Madeira nicht nur Grün und Blumen ist. Der Weg PR8 führt an den Klippen entlang mit Blick auf den Ozean und die Ilhas Desertas (die Desertas-Inseln). Die Farben sind intensiv und die Ausblicke dramatisch, besonders bei Sonnenuntergang.
Anfahrt? Mit dem Auto zum Parkplatz an der Baía d’Abra (am Ende der ER109). Etwa 45 Minuten ab Funchal. Das Parken ist kostenlos, aber in der Hochsaison ist der Parkplatz vor 10:00 Uhr voll.
Kosten: 4,50 € pro Person und Buchungspflicht in SIMplifica (seit dem 1. Januar 2026). Seit dem 30. September 2026 wird der Weg ausgebaut: Es gibt ausgeschilderte Umleitungen, PR8 bleibt aber offen. Ohne Auto nimmst du Bus 702 (früher 113) Richtung Caniçal und Baía d’Abra. Im SIGA-Fahrplan siehst du, welche Busse bis ans Ende der Straße fahren.
Zeit: Der Weg ist hin und zurück etwa 8 km lang (4 km einfach), 2,5–3 h Gehzeit.
WeiterlesenPonta de São Lourenço – der Weg PR8Tickets, Bauarbeiten und Umleitungen, Anfahrt mit dem Auto und mit Bus 702 und die Umgebung.




1: Ponta de São Lourenço. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2023, 2: Ponta de São Lourenço. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2023, 3: Ponta de São Lourenço. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2023, 4: Ponta de São Lourenço – Klippen und Felsnadeln über der Bucht. Foto: Ewelina Podrez-Siama – November 2023
4. Levada das 25 Fontes und Risco
Die bekannteste Levada der Insel führt durch den Lorbeerwald (UNESCO) zu einer Kaskade von Wasserfällen, die eine Felswand hinunterstürzen. Tatsächlich sind es mehr als 25 Rinnsale, aber der Name ist geblieben.
Warum hin? Wenn du nur eine Levada siehst, dann diese. Grün, Wasserfälle, Lorbeerwald, alles an einem Ort. Der Weg zeigt, warum die Levadas auf Madeira das Aushängeschild der Insel sind.
Anfahrt? Mit dem Auto nach Rabaçal auf der Hochebene Paúl da Serra. Etwa 1 h ab Funchal (etwa 43 km). Du parkst an der ER105, von dort sind es etwa 2 km auf einer Asphaltstraße hinunter zur Casa do Rabaçal, wo sich die Wege teilen. Hinunter kannst du mit dem Shuttlebus der Gemeinde fahren (5 € einfach, 8 € hin und zurück).
Kosten: Online-Buchung über SIMplifica ist Pflicht, 4,50 € pro Person und Weg. PR6 und PR6.1 sind zwei getrennte Buchungen, zusammen 9 €. Die Vormittagsslots für PR6 sind mehrere Tage im Voraus weg. Wenn du am selben Tag noch einen dritten Weg gehst, lohnt sich ein Pass, ausrechnen kannst du das mit dem Rechner für die Wanderwege-Gebühr.
Zeit: Der Weg PR6 ist 4,3 km lang (einfach), hin und zurück 8,6 km. Die Levada do Risco (PR6.1) ist ein eigener Weg, 3 km einfach. Beide zusammen ergeben etwa 14,6 km, es sind aber zwei getrennte Wege mit eigener Buchung: 3–4 h Gehzeit plus der Weg vom Parkplatz.
WeiterlesenLevada das 25 Fontes und Risco (PR6)Tickets, Buchung, Shuttlebus zur Casa do Rabaçal und Anfahrt.



1: PR6 Levada das 25 Fontes, Madeira, 2: PR6 Levada das 25 Fontes – eine Kaskade fällt in die Levada. Foto: Anita und Andrzej Podrez – Februar 2025, 3: Der Risco-Wasserfall am Weg PR6.1. Foto: Anita und Andrzej Podrez – Februar 2025
5. Cabo Girão – eine Glasterrasse über dem Ozean
Eine 580 m hohe Klippe (laut Gemeinde, IFCN und Visit Madeira), eine der höchsten Steilküsten Europas, mit einem Skywalk aus Glas. Die Glasplattform hängt über dem Ozean: Du schaust nach unten und siehst, wie fast 600 m tiefer die Wellen gegen die Felsen schlagen. Von der Terrasse siehst du auch die fajãs (Fajã dos Asnos und Fajã das Bebras), kleine Ackerterrassen am Fuß der Klippe.
Warum hin? Wegen der Aussicht und des Nervenkitzels. Es ist eines der Symbole Madeiras: senkrechte Klippen, der Ozean, schmale Ackerterrassen im Fels. Das beeindruckt sogar Skeptiker.
Anfahrt: Ab Funchal etwa 20 Minuten mit dem Auto oder 45–50 Minuten mit Bus 267 oder 340. Der Parkplatz ist groß und kostenlos, kann zu Stoßzeiten (10–15 Uhr) aber voll sein. Komm am besten morgens oder abends (besseres Licht).
Kosten: 5 € pro Person ab 13 Jahren (seit dem 1. Januar 2026), Kinder bis 12 frei. Tickets bekommst du online über SIMplifica oder an den Automaten am Eingang. Täglich geöffnet von 8 bis 20 Uhr.
Zeit: 30–40 Minuten für Terrasse und Fotos.

WeiterlesenCabo Girão – 580 m Klippe und SkywalkTickets für 5 €, Öffnungszeiten, Busse 267 und 340 und die Seilbahn hinunter zu den Fajãs.
6. Funchal – eine Hauptstadt, die nicht erschlägt
Funchal ist eine Stadt, die du am besten langsam erkundest: bummeln, in die Markthalle schauen, sich in kleine Restaurants setzen. Keine Hauptstadt, die dich erschlägt, eher ein Ort, der dich sanft in seinen Rhythmus und seine Atmosphäre hineinzieht.
Warum hin? Weil Funchal die einzige echte Stadt auf Madeira ist: Ausgangspunkt für Ausflüge und zugleich ein Ort mit echtem Stadtgefühl. Mercado dos Lavradores (die bunte Markthalle), Zona Velha (die Altstadt mit Street Art), die Strandpromenade, Madeirawein, gutes Essen, alles an einem Ort.
Anfahrt: Funchal ist oft die Basis für den ganzen Aufenthalt.
- Taxi mit Taxameter: etwa 30 € ins Zentrum von Funchal tagsüber und etwa 35 € nachts und am Wochenende, plus 1,50 € pro Gepäckstück (berechnet nach den seit 1. Januar 2026 geltenden Tarifen).
- Bolt: meist günstiger als ein Taxi, der Preis hängt aber von Tageszeit und Nachfrage ab. Für Hotels außerhalb des Zentrums wird es teurer.
- Aerobus ins Zentrum (6–7 €).
- In der Stadt bist du zu Fuß unterwegs (im Zentrum), mit dem Stadtbus (2,05 € beim Fahrer, 1,45 € mit GIRO-Karte) oder mit der Seilbahn (z. B. Funchal → Monte).
Kosten: Sightseeing ist größtenteils kostenlos. Kostenpflichtig sind: die Seilbahn nach Monte – 16 € einfach / 22 € hin und zurück, Weinverkostungen (ab 10 €), regionale Museen (6 € oder 10 € für Erwachsene).
Zeit: In Funchal kannst du locker einen ganzen Tag verbringen: morgens die Markthalle, dann die Altstadt, nachmittags am Ozean und abends Abendessen. Probier unbedingt Espetada (Rindfleischspieße), Bolo do caco (lokales Fladenbrot mit Knoblauchbutter) und einen Poncha in einer Bar.
WeiterlesenFunchal. ❤️ Madeiras Hauptstadt in zwei TagenFunchal ist eine Hauptstadt, die die meisten Besucher nur als Basis für die Wanderwege nutzen, und das ist ein Fehler. Eine Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert mit Mudéjar-Decke, polnische Denkmäler im Zentrum, Konzerte in der anglikanischen Kirche, eine Markthalle mit Art-déco-Azulejos und Gärten, in denen du einen ganzen Tag verbringen kannst. Gib Funchal mindestens zwei Tage, und schau es dir nicht nur an, sondern leb darin.
7. Monte Palace Tropical Garden – Exotik am Hang
Ein weitläufiger Garten (7 Hektar) voller exotischer Pflanzen, Vögel, Wasserfälle, Teiche mit bunten Fischen, Skulpturen und Aussichtsterrassen. Der Monte Palace Tropical Garden verbindet Natur und Ästhetik sehr gekonnt: japanische Pavillons, eine riesige Pflanzenvielfalt, Azulejos (portugiesische Fliesen) und ein Mineralienmuseum.
Warum hin? Weil es eine durchdachte, künstlerische Komposition ist und nicht nur ein „hübscher Garten“. Wenn du Grün, schönes Design und Ruhe magst, bekommst du hier alles auf einmal. Pfauen laufen frei herum, und der Blick von oben auf Funchal ist wunderschön.
Anfahrt: Monte liegt auf der Straße etwa 5 km nördlich des Zentrums von Funchal. Meist kommst du am besten mit der Seilbahn ab der Zona Velha hinauf (16 € einfach, etwa 18 min, tolle Aussicht aus der Kabine); sonst mit Bus 020, 021, 022 oder 048 oder mit dem Auto (kostenpflichtige Parkplätze, wenig Platz).
Kosten: Eintritt: 18 €
Zeit: 1,5–2 h für einen entspannten Besuch. Komm am besten morgens (vor 11:00 Uhr): weniger Touristen, besseres Licht. Im Garten gibt es ein Café (höhere Preise, eine köstliche Piña Colada und herrliche Aussicht).




1: Der orientalische Garten des Monte Palace mit roten Pagoden, einem Torii-Tor und einem Teich vor dem Panorama von Funchal und dem Atlantik. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025, 2: Eine goldene Buddha-Statue in einer der Pagoden des orientalischen Gartens im Monte Palace, umgeben von bronzenen Wächterlöwen. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025, 3: Eine patinierte Bronzeskulptur unter einem Steinbogen zwischen üppigen tropischen Pflanzen im Monte Palace. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025, 4: Flamingos vor einer mit Azulejos verkleideten Wand im Monte Palace Tropical Garden. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025




1: Ein Bild aus traditionellen portugiesischen Azulejos mit Blumenmotiv in einer efeubewachsenen Mauer im Monte Palace. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025, 2: Ein Pfau mit aufgefächertem Schwanz auf einem Weg im Garten des Monte Palace, dahinter Bambus und die rote Wand eines Pavillons. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025, 3: Das ehemalige Hotelgebäude des Monte Palace (innen nicht zu besichtigen) vom Garten aus gesehen, dahinter das Panorama der Hügel von Funchal. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025, 4: Tropische Pflanzen im Monte Palace – Baumfarne, Palmen und Strelitzien, unten Funchal und der Ozean. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025
8. Korbschlittenfahrt in Monte
Du sitzt in einem Korbschlitten, und zwei Männer in traditioneller weißer Kleidung und Strohhüten schieben dich über den Asphalt bergab. Die Geschwindigkeit regeln sie mit Seilen und … mit ihren Schuhen als Bremse. Das Relikt aus dem 19. Jahrhundert ist heute eine reine Touristenattraktion.
Warum hin? Weil es ein einzigartiges Erlebnis ist: ein bisschen absurd, historisch und unvergesslich. 10 Minuten Spaß und gute Fotos. Ein „Muss“? Nein. Lohnt es sich, wenn du sowieso in Monte bist? Ja.
Anfahrt: Die Fahrt beginnt an der Kirche Nossa Senhora do Monte (Anfahrt wie zum Monte Palace). Den Startplatz der Schlitten kannst du kaum übersehen: Meist gibt es eine Schlange und die Fahrer in Weiß (die Carreiros) warten.
Kosten: 30 € (1 Person) / 40 € (2 Personen) / 60 € (3 Personen). Mo–Sa 9–18 Uhr, an Sonn- und Feiertagen keine Fahrten.
Zeit: Die Fahrt dauert etwa 10 Minuten und endet in Livramento (unterhalb von Monte). Von dort nimmst du ein Taxi oder Bolt zurück nach Funchal (5–10 €) oder einen Bus. In der Hochsaison kann die Schlange für die Schlitten 30–45 Minuten dauern. Insgesamt, mit Warten und Rückweg: etwa 1 h.
9. Porto Moniz – natürliche Lavapools
Natürliche Becken in erstarrter Lava, gefüllt mit klarem Meerwasser und vor den Wellen geschützt. Porto Moniz ist ein Städtchen an der Nordwestspitze Madeiras, und diese Pools sind seine Hauptattraktion.
Warum hin? Angenehmer kannst du auf Madeira nicht im Ozean baden. Das Wasser ist kühl (im Sommer 18–22 °C), aber die Becken sind flach und wärmen sich auf. Die Kulisse ist wunderschön: schroffe Klippen, schwarze Lava, türkises Wasser.
Anfahrt: Porto Moniz liegt etwa 1 h Fahrt von Funchal entfernt (etwa 50 km).
Nordroute (schneller): Funchal → VR1 → São Vicente → ER101 → Porto Moniz.
Südroute (landschaftlich schön): an der Südküste entlang über Calheta und Prazeres oder über die Hochebene Paul da Serra, länger, aber schöner. Die meisten Parkplätze sind kostenlos; in den gebührenpflichtigen Zonen kostet es 0,80 €/h (Mo–Fr 9–19 Uhr), am Wochenende und an Feiertagen gratis.
Kosten: 3 € pro Person (ab 4 Jahren)
Zeit: 2–3 h zum Baden und Entspannen. Am schönsten ist es im Sommer (Juni–September), wenn das Wasser wärmer ist. Im Winter sind die Pools geöffnet, das Wasser hat etwa 18–19 °C (am kältesten im März, etwa 18 °C). Im Sommer sind es etwa 21–24 °C. Bei Sturm sind die Pools geschlossen.
WeiterlesenPorto Moniz. 🌊 Becken in erstarrter LavaDie Lavapools: Preise und Öffnungszeiten 2026, Anfahrt mit Auto und Bus und die Umgebung von Seixal bis zum Fanal-Wald.
10. Santana – traditionelle Häuser
Bunte, dreieckige, strohgedeckte Häuser: eines der bekanntesten Symbole Madeiras. Santana ist ein Städtchen im Norden der Insel, berühmt für diese besonderen Gebäude.
Warum hin? Weil es eines der Symbole Madeiras ist und ein schneller Stopp auf einer Fahrt durch den Norden der Insel. Die Häuser sind charmant, bunt und fotogen, besonders die an der Hauptstraße und im Parque Temático.
Anfahrt: Santana liegt etwa 39 km und 45–60 Minuten Fahrt von Funchal entfernt, durch die Tunnel der VR1 und VE1 oder länger über die Berge (Pico do Arieiro → Poiso → Ribeiro Frio). Kostenlose Parkplätze. Santana ist oft ein Stopp auf Touren: Pico Ruivo → Santana → Queimadas.
Kosten: Die Häuser von außen ansehen: kostenlos. Parque Temático da Madeira (Themenpark mit Nachbauten und Ausstellungen): 13 € für Erwachsene, 9 € für Kinder von 6–14 und Senioren, geöffnet Di–So 10–18 Uhr.
Zeit: Für Fotos und einen kurzen Spaziergang reichen 20–30 Minuten. Wenn du in den Parque Temático gehst, rechne eine Stunde dazu. Probier in Santana Espetada oder Sopa de tomate e cebola (eine traditionelle Tomaten-Zwiebel-Suppe aus dem Norden Madeiras).




1: Santana. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2023, 2: Santana. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2023, 3: Santana. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2023, 4: Nachbau eines traditionellen Santana-Hauses (casa de colmo) mit dreieckigem Strohdach auf dem Gelände des Monte-Palace-Gartens. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2025
11. Curral das Freiras – das Nonnental
Ein tiefes Tal, umgeben von hohen Bergen: einer der dramatischsten Orte Madeiras. Der Name stammt aus dem 16. Jahrhundert, als Nonnen hierher vor Piraten flohen. Das Tal war so gut versteckt, dass es die perfekte Zuflucht war.
Warum hin? Der Blick vom Eira do Serrado (ein Aussichtspunkt auf 1094 m über dem Meer) ist überwältigend: Du schaust hinunter auf das Dorf zwischen senkrechten Bergwänden. Die Dimensionen sind unglaublich. Im Dorf werden Kuchen und Gebäck aus Kastanien gemacht, probier sie unbedingt.
Anfahrt: 30–40 Minuten ab Funchal. Die Straße ist kurvig und steil, durch einen Tunnel und dann in Serpentinen hinunter. Halt zuerst am Eira do Serrado (dem Aussichtspunkt) und fahr dann ins Dorf hinunter (15 min). Kostenlose Parkplätze. Alternativ fährt Bus 181 (früher 81) ab Funchal, manche Busse über Eira do Serrado.
Kosten: Kostenlos. Ausgeben musst du höchstens etwas für einen Kaffee oder ein Stück Kuchen im Dorf, wenn du Lust hast.
Zeit: 15–20 Minuten am Eira do Serrado (ein Muss!), eine Stunde im Dorf (Spaziergang, etwas essen). Insgesamt 1,5–2 h. Prüf das Wetter: Bei Nebel oder Wolken siehst du nichts.

12. Câmara de Lobos – Poncha und lokale Atmosphäre
Ein Fischerdorf direkt neben Funchal: malerisch, authentisch und bekannt für den besten Poncha der Insel. Bunte Boote, ein alter Ortskern, eine Atmosphäre, die nicht für Touristen inszeniert ist. Winston Churchill malte hier 1950 den Blick auf den Hafen in Öl.
Warum hin? Authentische Atmosphäre, gutes Essen und der beste Poncha. Die Bar O Pescador (am Wasser) ist ein Klassiker, hier wird seit Generationen Poncha ausgeschenkt. Poncha ist das traditionelle Getränk Madeiras: traditioneller Aguardente (Zuckerrohrschnaps), Honig und Zitronensaft (die Variante Regionale enthält auch Orangensaft).
Anfahrt:
Etwa 9 km westlich von Funchal, 10–15 Minuten mit dem Auto oder mit Bus 236, 237 oder 238 (früher 137); auch die meisten Linien in den Westen der Insel fahren durch Câmara de Lobos. Ein Ticket kostet 2,65 € beim Fahrer, 2 € mit GIRO-Karte.
Du kannst auch über die Küstenpromenade laufen (ein sehr schöner Spaziergang von 1,5 h). Am Hafen ist das Parken oft kostenpflichtig, freie Plätze findest du in den Seitenstraßen.
Kosten: Erkunden kostet nichts.
Zeit: Eine Stunde für einen Bummel und einen Poncha, am besten am späten Nachmittag (16–18 Uhr): schönes Licht, und am Hafen wird es lebendig. Churchills Aussichtspunkt liegt 10 Gehminuten bergauf vom Hafen.




1: Blick von der Promenade Richtung Câmara de Lobos – Lavafelsen, Naturbecken und ein Ort, der aus dem Fels wächst. Foto: Ewelina Podrez-Siama – März 2025, 2: Der Hafen von Câmara de Lobos von oben – Dutzende Boote dicht an dicht auf dem Kai, dahinter ziehen sich Bananenstauden und Weinterrassen den Hang hinauf. Foto: Ewelina Podrez-Siama – März 2025, 3: Panorama von Câmara de Lobos vom Hafen aus – bunte Häuser ziehen sich den Hang hinauf bis zum Cabo Girão. Foto: Ewelina Podrez-Siama – Februar 2026, 4: Bunte Fischerboote an Land im Hafen von Câmara de Lobos – das Herz eines Ortes, der noch immer vom Fischfang lebt. Foto: Ewelina Podrez-Siama – Februar 2026
13. Levada do Caldeirão Verde – wilde Natur
Eine wilde Levada, die mitten in den Bergen zu einem hohen Wasserfall (100 m) führt. Der Weg PR9 verläuft durch dichten Lorbeerwald, enge Tunnel, über Brücken und an Abgründen entlang bis zu der Stelle, an der der Wasserfall in ein grünes Becken stürzt (daher der Name: „Grüner Kessel“).
Warum hin? Es ist eine der „urwüchsigsten“ Routen der Insel: Du fühlst dich wie in der Wildnis, weit weg von der Zivilisation. Der Lorbeerwald ist dicht, feucht und voller Farne und Moos. Die Levada ist schmal, und mit den Tunneln ist Abenteuergefühl garantiert.
Anfahrt: Der Weg beginnt in Queimadas (einem Naturpark). Ab Funchal etwa 50 min bis 1 h mit dem Auto: ER101 → Santana → Abzweig nach Queimadas (5 km bergauf auf einer schmalen, aber asphaltierten Straße). Das Parken in Queimadas kostet seit dem 28. Oktober 2024 Geld: 2 €/h (die ersten 30 min gratis, max. 10 € am Tag), und die Plätze sind vor 9:00 Uhr belegt.
Kosten: 4,50 € pro Person und Buchungspflicht in SIMplifica (seit dem 1. Januar 2026).
Zeit: etwa 13 km hin und zurück bis zum Caldeirão Verde (6,5 km einfach). Seit dem 29. Mai 2026 ist der Weg bis zum Caldeirão Verde wieder offen, der Abschnitt dahinter bis zum Caldeirão do Inferno bleibt gesperrt.
14. Ausflüge zur Delfin- und Walbeobachtung
Madeira ist einer der besten Orte in Europa, um Meeressäuger zu beobachten: In den Gewässern rund um die Insel leben 28 Wal- und Delfinarten. Die Chance, Delfine zu sehen, liegt bei 90–95 %, bei Walen bei 30–50 % (je nach Saison).
Warum hin? Weil dir eine Begegnung mit Delfinen in ihrem natürlichen Lebensraum lange im Gedächtnis bleibt. Zu sehen, wie sie neben dem Boot schwimmen, springen und spielen, ist etwas völlig anderes als ein Aquarium. Die Fahrten finden mit Rücksicht auf die Tiere statt (bei zertifizierten Anbietern).
Anfahrt: Die meisten Fahrten starten in der Marina von Funchal (Stadtzentrum, 10 Gehminuten von der Zona Velha). Parken an der Marina kostet Geld (5 € am Tag).
Kosten: Standardfahrt (3 h): 40–50 €. Längere Fahrt (4–5 h): 60–70 €.
Beliebte Anbieter: VMT Madeira und Ventura do Mar fahren ab der Marina in Funchal. Lobosonda fährt ab der Marina in Calheta (Südwestküste). Online-Buchung ist nötig (manchmal bekommst du ein Ticket direkt an der Marina, aber nicht immer).
Zeit: 3–5 h (je nach Variante).
Die Boote legen meist morgens ab (9–10 Uhr), dann ist der Ozean ruhiger und die Chancen sind besser. Nimm warme Kleidung mit (auf See ist es selbst im Sommer kühler), eine winddichte Jacke, Sonnenbrille und Sonnencreme.

15. Fanal-Wald – ein verwunschener Lorbeerwald
Uralte Lorbeerbäume (mehrere hundert Jahre alt), Nebel, Stille. Fanal ist einer der stimmungsvollsten Teile des Lorbeerwalds (UNESCO). Verdrehte, moosbewachsene Äste, und an einem Nebeltag (und die sind häufig) sieht der ganze Ort aus wie eine Szene aus einem Fantasyfilm.
Warum hin? Fanal ist einer der stimmungsvollsten Orte der Insel. Wenn du Nebel erwischst, ist das Erlebnis unglaublich: Lorbeerbäume tauchen aus dem Weiß auf, Stille, eine andere Welt. Auch ohne Nebel ist der Wald wunderschön, mit alten, knorrigen Bäumen und viel Grün.
Anfahrt: Fanal liegt auf der Hochebene Paúl da Serra, etwa 1 h ab Funchal (etwa 48 km): Ribeira Brava → Ponta do Sol → Canhas → über die Hochebene Paúl da Serra nach Fanal auf der ER209 (asphaltiert, aber schmal und kurvig, fahr langsam). Die ER105 von Encumeada hinauf zur Paul da Serra ist nicht befahrbar, sie ist seit Januar 2024 gesperrt. Kostenlose Parkplätze.
Kosten: Kostenlos, es ist ein wilder Wald ohne Gebühren.
Zeit: 30–60 Minuten für einen Spaziergang und Fotos. Am besten morgens (häufiger Nebel) oder nachmittags (wenn die Wolken herunterziehen). Nimm eine winddichte Jacke (es ist kühl und windig) und gute Schuhe mit (nass, matschig). Pass auf die Kühe auf, sie grasen auf der Hochebene.

Foto: Ewelina Podrez-Siama – Februar 2026

Foto: Ewelina Podrez-Siama – Februar 2026

Foto: Ewelina Podrez-Siama – Februar 2026

Foto: Ewelina Podrez-Siama – Februar 2026
1: Ein einzelner Til-Baum (Stinklorbeer) mit seinem typischen waagerechten Ast und Flechten auf der Rinde. An einem sonnigen Tag siehst du jedes Detail: die Struktur der Rinde, die grünen Flechten, die Verzweigung.
Foto: Ewelina Podrez-Siama – Februar 2026, 2: Eine Gruppe alter Til-Bäume auf einem Hügel, in der Ferne spazieren Besucher. Im Hauptteil des Waldes kannst du dich auf den Wegen frei bewegen, manche Bäume sind mehrere hundert Jahre alt.
Foto: Ewelina Podrez-Siama – Februar 2026, 3: Verdrehte Til-Bäume verteilt auf der grünen Hochebene vor den Bergen im Inselinneren. Achte auf die typische Form: niedrige, breit ausladende Kronen, vom Wind geformt.
Foto: Ewelina Podrez-Siama – Februar 2026, 4: Panorama der Hochebene Paul da Serra mit einer grasenden Kuh im Vordergrund. Blick auf die Berge im Inneren Madeiras und vereinzelte Til-Bäume: An einem wolkenlosen Tag bietet die Hochebene spektakuläre Ausblicke.
Foto: Ewelina Podrez-Siama – Februar 2026
WeiterlesenFanal-Wald. 🌳 Ein Märchenwald auf der Paul da Serra (Madeira)Fanal ist ein Gebiet auf der Hochebene Paul da Serra im Nordwesten Madeiras. Hauptattraktion ist der Lorbeerwald (Laurisilva), Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Er gehört zu den ältesten und am besten erhaltenen Lorbeerwaldbeständen der Insel.
16. Achadas da Cruz – mit der Seilbahn ans Ende der Welt
Eine steile Seilbahn (Steigung ~98 %, eine der steilsten Europas) hinunter zu einem wilden Küstenstreifen. Unten: ein wilder Strand, felsige Klippen, kleine Ackerflächen (Fajãs) und Stille.
Warum hin? Wegen der Aussicht und dem Gefühl völliger Abgeschiedenheit. Die Fahrt nach unten bringt eine ordentliche Portion Adrenalin, und unten wartet raue Schönheit: keine Infrastruktur, nur Natur.
Anfahrt? An der Nordwestküste, etwa 1–1,25 h ab Funchal (Ribeira Brava → Ponta do Sol → Calheta) oder 30 min ab Porto Moniz (auf der ER101 Richtung Süden). Kostenlose Parkplätze an der Bergstation.
Kosten: 3 € einfach / 5 € hin und zurück. Die Gemeinde veröffentlicht keine aktuellen Öffnungszeiten. Die letzte Mitteilung (Winter 2023): 8–12 und 13–18 Uhr, Tickets bis 16:30 Uhr. Ruf vorher an: +351 291 852 951. Bei Sturm geschlossen.
Zeit: 5 Minuten hinunter, 30–60 Minuten unten, 5 Minuten wieder hinauf. Insgesamt 1–1,5 h. Unten gibt es keine Infrastruktur, nimm Wasser und Snacks mit. Du kannst auch zu Fuß hinuntergehen (ein steiler Pfad, 30–40 min), aber die meisten nehmen die Seilbahn.

17. Jardim Botânico in Funchal – ein Klassiker mit Aussicht
Ein klassischer botanischer Garten mit reicher Pflanzensammlung (Tausende Arten) am Hang über Funchal. Aussichtsterrassen, Teiche, Pfauen und Themenbereiche (Kakteen, Palmen, Heilpflanzen). Weniger „Wow“ als der Monte Palace, aber genauso gepflegt.
Warum hin? Wegen der Pflanzenvielfalt und des Panoramas von Funchal von oben. Ein ruhiger Ort zum Entspannen nach einem intensiven Tag in den Bergen. Pfauen laufen frei herum, Kinder lieben sie.
Anfahrt? 3 km nördlich des Zentrums von Funchal. Mit Bus 031, 029 oder 131 (2,05 € beim Fahrer, 1,45 € mit GIRO-Karte), mit der Seilbahn (Zona Velha → Monte, dann Monte → Jardim Botânico, 11 € einfach, 16 € hin und zurück) oder mit dem Auto (am Eingang gibt es nur wenige Plätze; an der Talstation der Seilbahn zum Garten gibt es einen kostenlosen Parkplatz).
Kosten: 10 € (ab 13 Jahren), 3 € (6–12 Jahre), Kinder unter 6 frei. Das Ticket gilt auch für das Naturkundemuseum im Garten.
Zeit: 1,5–2 h für einen entspannten Besuch. Am besten morgens (vor 11:00 Uhr). Im Garten gibt es ein Café (höhere Preise). Nicht verpassen: die Aussichtsterrasse (Panorama von Funchal), den Sukkulentengarten und die Palmensammlung.
WeiterlesenBotanischer Garten FunchalAlles über den Garten: Tickets, Öffnungszeiten, Anfahrt und der Vergleich mit dem Monte Palace.




1: Jardim Botânico – der botanische Garten in Funchal. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2023, 2: Jardim Botânico – der botanische Garten in Funchal. Foto: Ewelina Podrez-Siama 2023, 3: Jardim Botânico – Blick vom Garten über Funchal und den Ozean. Foto: Ewelina Podrez-Siama – November 2023, 4: Jardim Botânico – ein blühender Strauch im Garten. Foto: Ewelina Podrez-Siama – November 2023
18. Seixal – der schwarze Strand im Norden
Ein schmaler Streifen schwarzer Vulkansand zwischen hohen grünen Klippen und dem Ozean. Der Farbkontrast (schwarzer Sand, grüne Hänge, blauer Ozean) ergibt einen unglaublichen Anblick. Gleich daneben liegen kostenlose Becken beim Segelclub (10–19 Uhr). Auch in Porto Moniz gibt es kostenlose Becken, beim Aquarium.
Warum hin? Der Farbkontrast ist umwerfend, besonders an einem sonnigen Tag. Es ist einer der wenigen Strände Madeiras, an denen du wirklich baden kannst (auch wenn der Ozean kühl ist, im Sommer 18–20 °C).
Anfahrt: An der Nordküste, etwa 1 h ab Funchal (etwa 41 km): VR1 → São Vicente → ER101 → Seixal. 20 min östlich von Porto Moniz. Kostenlose Parkplätze am Strand (in der Hochsaison schnell voll).
Kosten: Kostenlos (Strand und Meeresbecken).
Zeit: 1–2 h zum Baden und Entspannen. Am schönsten im Sommer (Juni–September).

19. São Vicente – vulkanische Höhlen
In São Vicente findest du ein System von Lavaröhren, das vor Millionen von Jahren entstanden ist, und ein Bildungszentrum zum Vulkanismus Madeiras, die Grutas e Centro do Vulcanismo.
Warum hin? Eine schöne Abwechslung zu den Landschaften über der Erde. Du siehst, wie Madeira entstanden ist: Lavaröhren, Gesteinsformationen. Eine gute Attraktion für Familien mit Kindern (lehrreich und interaktiv). Aber Achtung: Die Höhlen selbst sind derzeit geschlossen, mehr dazu unten.
Anfahrt: An der Nordküste, etwa 1 h ab Funchal über die VR1 (durch den Tunnel). Kostenlose Parkplätze am Eingang.

20. Ponta do Pargo – Sonnenuntergang am Rand der Insel
Der westlichste Punkt Madeiras: eine kleine Landspitze mit Leuchtturm und dramatischen Klippen. Ein ruhiger, untouristischer Ort und vor allem einer der besten Plätze der ganzen Insel für den Sonnenuntergang.
Warum hin? Die Sonne versinkt direkt im Ozean, der Himmel färbt sich orange und rosa, die Wellen schlagen gegen die Felsen: ein klassischer, dramatischer Anblick. Der Ort ist relativ unbekannt, daher ist es hier meist ruhig.
Anfahrt: An der Westspitze der Insel, etwa 1 h ab Funchal (etwa 49 km).
Südroute (kürzer): Ribeira Brava → Ponta do Sol → Calheta → Ponta do Pargo. Nordroute (landschaftlich schön): São Vicente → Porto Moniz → Ponta do Pargo. Kostenlose Parkplätze am Leuchtturm.
Kosten: Kostenlos, es ist eine wilde Landspitze.
Zeit: 50–60 Minuten (30 min vor Sonnenuntergang da sein, warten, fotografieren). Prüf die Uhrzeit des Sonnenuntergangs und das Wetter: Bei dichter Bewölkung ist der Zauber weg.

WeiterlesenPorto da Cruz. 🥃 Dampfbetriebene Rumbrennerei unter dem Penha d’ÁguiaEine Rumbrennerei mit dampfbetriebenen Maschinen, der Penha d’Águia, ein Surferstrand und der Weg Vereda do Larano.
WeiterlesenUnterkunft auf Madeira. 🏨 Eine Basis, von der aus alles nah istFunchal, Caniço, die Westküste oder der Norden? Die Gegenden im Vergleich, mit Fahrzeiten, Wetter und Kurtaxe.
Madeira Sehenswürdigkeiten – häufige Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für Madeira?
Das ganze Jahr über – Madeira hat ein mildes Klima (15–25 °C). Am schönsten sind Frühling (März–Mai) und Herbst (September–November): weniger Touristen, angenehme Temperaturen und blühende Pflanzen.
Lohnt sich ein Mietwagen?
Ohne Auto bist du auf Funchal und ein paar der wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschränkt, die du mit dem Bus oder bei organisierten Touren erreichst.
Sind die Levadas schwierig?
Technisch meist nicht, aber sie können lang und schmal sein. Die meisten Levadas sind ebene Wege entlang der Kanäle, aber schmal (1–2 m) und oft an senkrechten Abgründen entlang. Kondition zählt mehr als Technik. Leichte und schwierigere Routen vergleiche ich in meiner Übersicht über die schönsten Levada-Wanderungen auf Madeira.
Ist Madeira teuer?
Die Preise sind moderat, ähnlich wie auf dem portugiesischen Festland. Essen: 10–20 € pro Hauptgericht. Unterkunft: von 40 € (Hostel) bis 150 €+ (Hotel). Mietwagen: 25–40 € pro Tag.
Wie viele Tage brauchst du?
Mindestens 7–10 Tage, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ohne Hetze zu sehen. Wenn du 4–5 Tage hast, konzentrier dich auf die Top 10.
Gibt es auf Madeira Strände?
Nicht im klassischen Sinn – es ist eine bergige Insel mit Klippen. Es gibt ein paar Strände (Seixal, Machico, Calheta), aber der Ozean ist kühl (im Sommer 18–22 °C). Am besten badest du in den Lavapools (Porto Moniz, Seixal). Die Nachbarinsel Porto Santo hat einen langen Sandstrand (etwa 9 km). Die Fähre ab Funchal braucht etwa 2 h 15 min, Tickets bekommst du auf der Website von Porto Santo Line.
Muss man die Wanderwege buchen?
Ja – seit dem 1. Januar 2026 ist für die PR-Wanderwege des IFCN eine Online-Buchung über SIMplifica Pflicht (4,50 € pro Person, der ganze PR1 10,50 €). PR3, PR3.1, PR4 und PR23 sind nicht im System. In der Hochsaison solltest du vorab buchen.
Was sollte ich für Madeira einpacken?
Gute Wanderschuhe, Kleidung zum Schichten (in den Bergen ist es 10–15 °C kühler), eine winddichte Jacke, eine Taschenlampe (für die Tunnel), Sonnencreme und eine Kamera.
Kann ich mit Hund nach Madeira reisen?
Ja, das geht, kostet aber etwas Aufwand. In den meisten Restaurants kannst du mit Hund auf der Terrasse sitzen, viele Hotels und Apartments nehmen Hunde auf, und manche Attraktionen sind hundefreundlich, z. B. die Seilbahn nach Monte und der Garten Monte Palace. Die meisten offiziellen Wanderwege sind für Hunde allerdings tabu.
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