- Entdeckung: Die Portugiesen erreichten 1418 Porto Santo und 1419–1420 Madeira (Zarco, Teixeira und Perestrelo, entsandt von Heinrich dem Seefahrer).
- 15.–16. Jahrhundert: die Zuckerära. 1570 gab es 40 Zuckermühlen, versklavte Menschen arbeiteten auf den Plantagen, und die ersten Levadas entstanden.
- Ab dem 17. Jahrhundert war Madeirawein das wichtigste Exportgut – seinen Geschmack veränderte das Erhitzen (estufagem).
- 19.–20. Jahrhundert: Sanatorien für Europas Elite und im Ersten Weltkrieg zwei Beschießungen von Funchal.
- Heute ist Madeira eine autonome Region Portugals, und der Tourismus ist die wichtigste Säule der Wirtschaft.
Madeira hat gerade einmal 600 Jahre dokumentierte Geschichte – nach europäischen Maßstäben nicht viel. Von der Entdeckung durch die Portugiesen 1419 über die Zuckerära, die goldene Zeit des Weins und die Sanatoriumsmode der Elite im 19. Jahrhundert bis zu zwei Beschießungen im Ersten Weltkrieg und dem heutigen Tourismusboom – jede Epoche hat auf der Insel Spuren hinterlassen. Und die meisten davon kannst du bis heute mit eigenen Augen sehen.
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Bevor die Portugiesen kamen
Ganz unbekannt war Madeira vor dem 15. Jahrhundert nicht. Einigen Theorien zufolge kannten schon die Phönizier den Archipel, die Insel blieb aber unbewohnt. Auch mittelalterliche Seefahrer stießen im 14. Jahrhundert auf sie.
In seinen „Parallelbiografien“ (im Leben des Sertorius) beschreibt Plutarch, wie der römische Feldherr in Spanien an der Mündung des Baetis Seeleute traf, die ihm von paradiesischen Inseln im Atlantik erzählten – den Inseln der Seligen.

Entdeckung und erste Siedler (1418–1450)
Als Entdecker Madeiras gelten drei Portugiesen: João Gonçalves Zarco, Tristão Vaz Teixeira und Bartolomeu Perestrelo. 1418 trieb sie ein Sturm nach Porto Santo, der kleineren Insel des Archipels. Auf Madeira selbst landeten sie in den folgenden Jahren (1419 und 1420). Alle drei handelten im Auftrag von Heinrich dem Seefahrer.
Den Namen „Madeira“ (portugiesisch für Holz) bekam die Insel wahrscheinlich im Gegensatz zu den anderen, kargeren Inseln des Archipels. Die Insel war tatsächlich von dichtem Wald bedeckt.
Ackerland gewann man durch Roden und Abbrennen des Waldes – daher die Legenden von einem Feuer, das jahrelang brannte. Die heutige Forschung geht eher von schrittweisem Abholzen aus.
Die Aufteilung der Insel
Heinrich der Seefahrer teilte Madeira in zwei Kapitanate (capitanias):
- Funchal – verwaltet von Zarco (die Südküste)
- Machico – verwaltet von Teixeira (der Osten)
Porto Santo ging an Bartolomeu Perestrelo.
Funchal wurde schnell zum wichtigsten Zentrum. Der Name kommt vom Wort funcho (Fenchel) – die Pflanze wuchs hier in Hülle und Fülle.
Wer waren die ersten Siedler?
Besiedelt wurde die Insel vor allem von Menschen, die aus Portugal flohen, von verfolgten Mauren und Juden aus Spanien sowie von Niederländern und Italienern.
Die Kolumbus-Verbindung – Porto Santo
Einige Jahre vor seinen berühmten Atlantiküberquerungen lebte Christoph Kolumbus auf Porto Santo. Er heiratete Filipa Moniz, die Tochter von Bartolomeu Perestrelo, dem ersten Gouverneur der Insel. Kolumbus handelte damals mit Zucker und kannte sowohl die Anbaubedingungen für Zuckerrohr als auch die Segeltechnik namens Volta do mar. Die Erfahrungen, die er auf Madeira sammelte, prägten seine späteren Reisen.
Auf Porto Santo kannst du bis heute das Kolumbus-Museum besuchen (Casa Colombo) – das Haus, in dem der Seefahrer lebte.
Die Zuckerära: der erste Wirtschaftsboom (ca. 1450–1600)
In den 1450er-Jahren ging die Weizenproduktion zurück. Heinrich der Seefahrer ließ die Siedler Zuckerrohr anpflanzen – dazu wurden Sorten aus Sizilien geholt, samt dem Wissen über ihren Anbau. Mildes Klima und reichlich Wasser (dank der ersten Levadas) sorgten dafür, dass das Zuckerrohr prächtig gedieh.
Die Zuckerproduktion wurde schnell zum Motor der Wirtschaft. Funchal zog Kaufleute und Abenteurer aus ganz Europa an – Italiener, Basken, Katalanen, Genuesen und Flamen. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde Funchal zu einem unverzichtbaren Hafen an den europäischen Handelsrouten.
1570, auf dem Höhepunkt des Wohlstands, hatte Madeira 40 Zuckermühlen. Exportiert wurde der Zucker vor allem nach Portugal und Flandern (das heutige Belgien).
Sklaverei – die dunkle Seite der Zuckerplantagen
Mit den Zuckerplantagen wuchs der Bedarf an Arbeitskräften. Ab 1452 wurden versklavte Menschen nach Madeira gebracht – zuerst Berber und Guanchen von den nahen Kanarischen Inseln, später Afrikaner. Im 16. Jahrhundert stellten Versklavte wahrscheinlich 10 % der Inselbevölkerung.
Das koloniale System der Zuckerproduktion – Sklavenarbeit, windbetriebene Mühlen und Zugang zum Meer – wurde auf Madeira im Kleinen erprobt, bevor man es in die Karibik und nach Brasilien übertrug.
Levadas – ein Bewässerungssystem aus dem 15. Jahrhundert
Die Zuckerwirtschaft machte den Bau von Bewässerungskanälen nötig – den Levadas. Die ersten entstanden ab den 1450er-Jahren und leiteten Wasser aus dem feuchten Norden in den trockenen, sonnigen Süden der Insel.
Das Levada-System wuchs in den folgenden Jahrhunderten immer weiter. Heute ist es ein einzigartiges Kanalnetz, das zusammen mit den Verteilerkanälen rund 3100 km lang ist und gleichzeitig das Rückgrat der Wanderwege der Insel bildet (mehr dazu in meinem Guide zu Levada-Wanderungen auf Madeira). Levadas haben bis heute viele Aufgaben – sie versorgen die Menschen mit Wasser, bewässern die Felder und speisen Wasserkraftwerke.




1: Eine Levada auf dem Weg nach Porto da Cruz, 2: PR6 Levada das 25 Fontes, 3: PR6 Levada das 25 Fontes, 4: Ein Levada-Becken am Wanderweg PR6 in Rabaçal, Foto: Anita und Andrzej Podrez, Februar 2025
Das Ende des Monopols
Im späten 16. und im 17. Jahrhundert verlor Madeira nach und nach seine Stellung in der Zuckerproduktion. Die Konkurrenz durch billigeren Zucker aus Brasilien (einer portugiesischen Kolonie) und São Tomé führte zum Niedergang der Zuckermühlen auf der Insel. Ende des 17. Jahrhunderts waren von den 40 Mühlen nur noch 5 übrig.
Die Iberische Union (1580–1640)
Eine oft übersehene, aber wichtige Zeit: Von 1580 bis 1640 gehörte Madeira wie ganz Portugal zum spanischen Weltreich (Iberische Union). 1586 wurde die Insel einem Gouverneur unterstellt und so nach und nach zur Kronkolonie.
Madeirawein: eine neue Spezialität (ab dem 17. Jahrhundert)
Nachdem Portugal seine Unabhängigkeit zurückgewonnen und sich Großbritannien angenähert hatte, wurden die Madeirer durch den Handel reich, vor allem mit der Neuen Welt. 1676 hatte die Insel 50.000 Einwohner, 10.000 davon in Funchal, das zu einem kosmopolitischen Hafen geworden war – fast jedes Schiff auf dem Weg von den Kolonien nach Lissabon legte hier an.
Im 17. Jahrhundert rückte der Weinbau in den Mittelpunkt. Wein wurde auf Madeira schon vorher gemacht (Reben kamen wahrscheinlich bereits im 15. Jahrhundert auf die Insel), doch jetzt wurde er zum wichtigsten Exportgut.




Warum schmeckte Madeirawein so besonders?
Der Schlüssel zum Erfolg war die Entdeckung der estufagem – des Erhitzens des Weins. Der Überlieferung nach geschah das zufällig: Auf langen Fahrten durch die Tropen erwärmten sich die Fässer im Laderaum, und nach der Rückkehr schmeckte der Wein besser und karamelliger als vor der Reise.
Mit der Zeit begannen die Erzeuger, den Wein gezielt in speziellen Räumen (estufas) zu erhitzen oder die Fässer in der Sonne zu lagern (vinho ao canteiro – die Methode für die besten Jahrgänge).
Madeirawein in der Weltgeschichte
Im 17. und 18. Jahrhundert wurde Madeirawein zu einem der beliebtesten Luxusgetränke der kolonialen westlichen Welt.
Der Überlieferung nach stießen die Gründerväter der USA 1776 mit Madeirawein auf die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung an.
Britischer Einfluss: von Kaufleuten bis zum Sanatorium (17.–19. Jahrhundert)
Britische Weinhändler
Mit jedem neuen Handelsvertrag mit England ließen sich einflussreiche englische Kaufleute auf Madeira nieder und übernahmen schließlich den immer wichtigeren Weinhandel. Die englischen Händler sicherten sich Märkte in Nordamerika, Westindien und England selbst.
Neben dem Handel gründeten die Briten Schulen, bauten Kirchen und Friedhöfe und investierten in alle möglichen Geschäfte – Tourismus, Möbelbau, Seilerei und Stickerei (die berühmte Madeira-Stickerei).
Viele der Handelshäuser gibt es bis heute: Blandy’s (seit 1811), Cossart Gordon und Leacock’s.
Die britische Besetzung (1801–1814)
Während der Napoleonischen Kriege besetzte Großbritannien Madeira zweimal – 1801–1802 und 1807–1814. Beide Besetzungen waren vorübergehend und wurden von der portugiesischen Regierung (unter Druck) hingenommen. Doch sie zeigen, wie strategisch wichtig die Insel für das Britische Weltreich war – als Stützpunkt auf dem Weg nach Indien und als Zentrum des Weinhandels.
Madeira als Sanatorium für Europas Elite
Im 19. Jahrhundert wurde Madeira als Kurort berühmt. Das milde, ausgeglichene Klima (an der Küste im Jahresmittel 22,6 °C am Tag und 16,5 °C in der Nacht) zog Tuberkulosekranke und Erholungsbedürftige an.
Die Besucher lassen sich in vier Gruppen einteilen: Kranke, Reisende, Touristen und Wissenschaftler. Die meisten gehörten zur wohlhabenden Aristokratie. Der erste Reiseführer über Madeira erschien 1850.
Berühmte Gäste aus Madeiras Sanatoriumszeit:
- Kaiserin Sisi (Elisabeth von Österreich, gebürtig aus Bayern) – verbrachte den Winter 1860/61 auf der Insel (November 1860 bis April 1861), um sich von Tuberkulose und von der Depression zu erholen, in die sie am Wiener Hof gefallen war
- Winston Churchill – besuchte Madeira zweimal: kurz 1899 (auf dem Weg in den Burenkrieg) und im Januar 1950, als er im Reid’s wohnte und in seinem geliebten Câmara de Lobos malte.
Reid’s Palace Hotel
1891 eröffnete „Reid’s New Hotel“ – ein Luxushotel auf einer Klippe, geplant vom schottischen Unternehmer William Reid und nach seinem Tod (1888) von seinen Söhnen eröffnet. Bis heute ist es als Fünf-Sterne-Haus Belmond Reid’s Palace in Betrieb.

Das 20. Jahrhundert: Kriege, Exil, Aufstände
Der Erste Weltkrieg – Madeira unter Beschuss
Anders als man vielleicht denkt, hat Madeira den Ersten Weltkrieg nicht in aller Ruhe überstanden.
Am 3. Dezember 1916 lief das deutsche U-Boot U-38 in den Hafen von Funchal ein. Es torpedierte und versenkte drei Schiffe (das britische Kabelschiff Dacia, den französischen Transporter Kanguroo und das französische Kanonenboot Surprise – 35 Mann seiner Besatzung kamen ums Leben). Nach dem Angriff auf die Schiffe beschoss das U-Boot Funchal zwei Stunden lang aus etwa 3 km Entfernung. Madeiras Batterien erwiderten das Feuer und zwangen das U-Boot schließlich zum Rückzug.
Der zweite Angriff folgte am 12. Dezember 1917, als zwei U-Boote (U-156 und U-157) Funchal erneut beschossen. Diesmal dauerte das Bombardement etwa 30 Minuten, abgefeuert wurden 40 Granaten im Kaliber 120 und 150 mm. Drei Menschen starben, 17 wurden verletzt, Häuser und die Kirche Santa Clara wurden beschädigt.
1927 ließ der Priester José Marques Jardim am Terreiro da Luta zum Gedenken an das Kriegsende ein über 5 Meter hohes Denkmal errichten: Nossa Senhora da Paz (Unsere Liebe Frau des Friedens). In seinen Sockel wurden die Ankerketten der versenkten Schiffe eingearbeitet.
Karl I. von Österreich – ein Kaiser im Exil
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Karl I. aus dem Haus Habsburg, der letzte Kaiser von Österreich-Ungarn, nach zwei gescheiterten Versuchen, den ungarischen Thron zurückzugewinnen, nach Madeira verbannt. Der Rat der alliierten Mächte wählte Madeira, weil die Insel abgelegen im Atlantik lag und leicht zu überwachen war. Karl I. starb am 1. April 1922 auf der Insel. Sein Sarg steht in einer Kapelle der Kirche Nossa Senhora do Monte.
Piłsudski auf Madeira – eine polnische Spur
Ein polnischer Faden in der Geschichte der Insel: Józef Piłsudski, polnischer Marschall und Staatsmann, hielt sich vom 21. Dezember 1930 bis zum 23. März 1931 auf Madeira auf. An seinen Aufenthalt erinnern eine Gedenktafel an der Villa Quinta Bettencourt am Stadtrand von Funchal und eine Büste im Zentrum von Funchal.
Während seines Aufenthalts feierte Piłsudski seinen Namenstag. Aus diesem Anlass startete in Polen eine Aktion, Grüße auf die Insel zu schicken – aus dem ganzen Land kamen über eine Million Postkarten zusammen. Überbringen sollte sie die „Wicher“, Polens neuester Zerstörer, gerade erst in Frankreich fertiggestellt.
Es gibt außerdem eine portugiesische Legende, nach der sich Wladislaw III., König von Polen und Ungarn, nach der Schlacht bei Warna auf Madeira niedergelassen haben soll.
Der Madeira-Aufstand von 1931
1931 brach auf der Insel ein Aufstand gegen die Diktatur von General Carmona in Lissabon aus. Unmittelbarer Auslöser war eine Einschränkung des Rechts, Mehl zu mahlen – das trieb den Brotpreis in die Höhe und löste eine Wirtschaftskrise aus. Nach anfänglichen Erfolgen wurde der Aufstand von Truppen aus Lissabon niedergeschlagen.
Der Zweite Weltkrieg
Portugal war neutral (ab 1943 „nicht Krieg führend“). Dank der englisch-portugiesischen Allianz (Vertrag von Windsor von 1386 – das älteste noch gültige Bündnis der Welt) nahm Madeira Flüchtlinge auf.
Im Juli 1940 wurden rund 2000 Gibraltarer auf die Insel evakuiert, weil Gibraltar ein möglicher Angriff Spaniens oder Deutschlands drohte. Auf der Insel nannte man sie Gibraltinos. Einige heirateten Madeirerinnen und blieben nach dem Krieg.
Am 12. November 1940 erließ Hitler die Weisung Nr. 18, die eine Invasion Portugals und die Besetzung Madeiras und der Azoren in Betracht zog. Umgesetzt wurde sie nie.
Nelkenrevolution und Autonomie
Nach der Nelkenrevolution 1974 und dem Ende der Diktatur wurde Madeira am 1. Juli 1976 zur Autonomen Region. Die Insel bekam eine eigene Regionalregierung und ein eigenes Parlament (Assembleia Legislativa da Madeira).
Das moderne Madeira
EU-Beitritt und neue Infrastruktur
Mit dem Beitritt Portugals zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1986 bekam Madeira Zugang zu den Strukturfonds.
Zu den Ergebnissen gehören:
- Die Vias Rápidas (Schnellstraßen) – zum Beispiel die 44,2 km lange VR1 mit 30 Tunneln, die Funchal mit dem Flughafen und dem Handelshafen in Caniçal verbindet
- Der Ausbau des Flughafens (heute Cristiano Ronaldo International Airport, benannt nach dem berühmtesten auf Madeira geborenen Fußballer) mit Direktflügen zu mehr als 30 Flughäfen in Europa
UNESCO-Welterbe
1999 wurde Madeiras Lorbeerwald (Laurissilva) in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Er ist das größte erhaltene Gebiet subtropischen Lorbeerwalds – ein Relikt der Wälder, die vor Millionen von Jahren Europa bedeckten. Der geschützte Wald umfasst rund 15.000 ha, etwa 20 % der Insel.
Erneuerbare Energie – Levadas im 21. Jahrhundert
Ein schönes Detail: Heute dienen die Levadas nicht nur Wanderern, sondern auch der Stromversorgung. Das Wasserkraftwerk Socorridos, gespeist mit Wasser aus den Levadas, ist das wichtigste Wasserkraftsystem der Insel. Im ersten Halbjahr 2022 stammten 33 % des Stroms auf Madeira aus erneuerbaren Quellen – im Rahmen eines von der EU kofinanzierten Projekts im Wert von 34,7 Mio. €.
Madeira heute – gut zu wissen
- Hauptstadt: Funchal – rund 106.000 Einwohner laut Volkszählung 2021, etwa 42 % der Bevölkerung des Archipels
- Der gesamte Archipel: 250.744 Einwohner laut Volkszählung 2021, rund 266.000 Ende 2025
- Fläche: 801 km² (nur die Insel Madeira: 741 km²)
- Flughafen: Cristiano Ronaldo International Airport – Direktflüge in mehr als 30 europäische Städte
- Unterwegs: Seit dem 1. Juli 2024 fahren die Busse in einem gemeinsamen Netz, SIGA, bestehend aus Horários do Funchal (Funchal), SIGA Rodoeste (Westen der Insel) und CAM (Osten und Norden)
- Klima: subtropisch; in Funchal im Jahresmittel 20,0 °C, tagsüber etwa 23 °C und nachts etwa 17 °C (IPMA 1991–2020)
Auf den Spuren der Geschichte: was du sehen kannst
Funchal – Altstadt und Museen
- Zona Velha (Altstadt) – die ältesten Gassen Funchals und historische Architektur aus dem 16. bis 19. Jahrhundert
- Museu Quinta das Cruzes – ein historischer Wohnsitz mit Möbel- und Porzellansammlungen
- Museu da Cidade do Açúcar (Zuckermuseum) – die Geschichte der Zuckerära
- Kathedrale Sé do Funchal – gotisch, aus dem 15. Jahrhundert
- Fortaleza de São Tiago – eine Festung aus dem 17. Jahrhundert, derzeit nicht zu besichtigen (nur das Restaurant ist geöffnet)
Wein – Quintas mit Verkostung
- Blandy’s Wine Lodge (Funchal) – Keller, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen
- Pereira d’Oliveira (Funchal)
- H.M. Borges (Funchal)
Monte und Umgebung
- Igreja de Nossa Senhora do Monte – die Kirche, in deren Kapelle der Sarg Karls I. von Österreich steht
- Terreiro da Luta – das Denkmal Nossa Senhora da Paz mit den Ketten der im Ersten Weltkrieg versenkten Schiffe
Porto Santo
- Casa Colombo (Kolumbus-Museum) – das Haus, in dem Kolumbus lebte
Levadas – lebendiges Ingenieurserbe
Ein Netz aus rund 3100 km Bewässerungskanälen (einschließlich der Verteilerkanäle), gebaut zwischen dem 15. und dem 20. Jahrhundert, das heute das Rückgrat der Wanderwege bildet und immer noch seine wirtschaftliche Aufgabe erfüllt.
Häufige Fragen zur Geschichte Madeiras
Zu welchem Land gehört Madeira?
Madeira gehört zu Portugal. Seit dem 1. Juli 1976 ist die Insel eine autonome Region mit eigener Regionalregierung und eigenem Parlament.
Wann wurde Madeira entdeckt?
Die Portugiesen erreichten 1418 Porto Santo und 1419–1420 Madeira, entsandt von Heinrich dem Seefahrer. Als Entdecker gelten Zarco, Teixeira und Perestrelo.
Woher kommt der Name Madeira?
Auf Portugiesisch bedeutet „madeira“ Holz. Die Insel war von dichtem Wald bedeckt, daher der Name.
Wer lebte vor den Portugiesen auf Madeira?
Niemand. Die Insel war unbewohnt, auch wenn antike Seefahrer den Archipel einigen Theorien zufolge schon kannten.
Seit wann gehört Madeira zur Europäischen Union?
Zusammen mit Portugal seit 1986, als das Land der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft beitrat.
📚 Literatur und Quellen (9)
Quellen, die ich für diesen Artikel genutzt habe:
- Oliveira Marques, A.H. – Historia Portugalii (polnische Ausgabe seiner Geschichte Portugals), Bd. 1, Warschau: PWN, 1987
- Vieira, A. – Slaves with or without Sugar, Autonome Region Madeira, 1996
- Gregory, D. – The Beneficent Usurpers: A History of the British in Madeira, 1988
- Gomes Eanes de Zurara – Chronik der Entdeckung und Eroberung Guineas (15. Jahrhundert)
- Offizielles Portal Visit Madeira – visitmadeira.com
- Instituto Nacional de Estatística (INE) – Censos 2021: ine.pt
- Instituto Português do Mar e da Atmosfera (IPMA) – Klimadaten: ipma.pt
- Portal madera.org.pl (auf Polnisch) – Józef Piłsudski auf Madeira
- eigene Notizen und Erinnerungen von meinen Madeira-Reisen 2023–2026
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